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Workshop Mundmalen 

 

 

Mundmalen – geht das überhaupt?

Diese skeptische und gleichzeitig neugierige Frage stellten sich letzte Woche viele Kinder der Klassen 1a, 2c, 3a und 4c. Sie wurde ihnen auf eindrucksvolle Art und Weise durch den Besuch des Mundmalers Markus Kostka beantwortet. Dank der tatkräftigen Unterstützung des Hausmeisters Gerhard Demmel, der organisierenden Lehrkräfte Manfred und Christine Lenhard sowie den beiden Helfern, die mitgekommen waren, war die Turnhalle der Luitpoldschule kurzerhand zur „Kunsthalle“ umfunktioniert worden, sodass der große und die kleinen Maler jeweils gut Platz fanden.

Seit einem Badeunfall im Alter von 16 Jahren sitzt Markus Kostka im Rollstuhl und kam schon bald nach seinem Unfall zur Malerei. Nach abgeschlossenem Hochschulstudium und einigen Jahren in verschiedenen Berufssparten, arbeitet er mittlerweile als freiberuflicher Künstler und wird von der VDMFK International (Vereinigung der Mund- und Fußmalenden Künstler) gefördert. Dass auch sein Leben von Normalität geprägt ist, obwohl er ständig auf fremde Hilfe angewiesen ist, schilderte der sympathische Künstler mit netten, anschaulichen Worten. So sagte er beispielsweise über die Tatsache, dass man ihm natürlich auch das Essen reichen muss: „Wichtig ist einfach nur, dass es schmeckt.“ Nach kurzen Filmberichten über sich und sein Leben sowie die Entstehung eines seiner Werke – den Nachbarhund „Lupo“ – im Zeitraffer, beantwortete Markus Kostka geduldig die Fragen der Kinder.

Anschließend durften sie dem Künstler beim Malen über die Schulter schauen. Mit dem Pinsel im Mund erklärte Markus Kostka seine Striche, während er Tiere und einen Baum auf das Blatt zauberte. Schüler und Lehrkräfte waren zutiefst beeindruckt.

Die Kinder wurden nun selbst zu kleinen Künstlern, durften sich als Mundmaler versuchen und gestalteten auf Plakaten eigene Werke zu den Themen „Bauernhof“ und „Zirkus“. Markus Kostka stand ihnen dabei mit Rat und Tat zur Seite und lobte das Geschick und den Eifer der kleinen Malerinnen und Maler. Er hatte noch ein besonderes Geschenk mitgebracht: Schulleiterin Andrea Wimmer freute sich, einen gerahmten Druck eines seiner Werke in Empfang nehmen zu dürfen.

Sowohl Kinder als auch Lehrkräfte zeigten sich begeistert von dem tollen Vormittag und dem sympathischen Künstler. Nun waren sich alle einig: Mundmalen – ja, das geht!

Ermöglicht wurde der Workshop durch eine großzügige Spende der Sparkasse Bad Aibling. Noch bis zum 19.06. stellt Markus Kostka dort unter dem Titel Meine 30 Favoriten aus 30 Jahren Tiermalerei“ einige seiner Bilder aus.




Diese Seite wurde zum letzten Mal am 16.05.2019 aktualisiert.